Stadtforschung als Reallabor
Stadtforschung wird nicht als vorgelagerte Analyse verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Entwicklung. Sie baut auf den im Diskurs entwickelten Fragestellungen und Thesen auf und überführt diese in einen anwendungsorientierten Kontext, in dem Erkenntnisse überprüfbar werden.
Potenziale und Akteure
Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Stadtentwicklung nicht aus Defiziten, sondern aus vorhandenen Potenzialen entsteht. Aufgabe der Stadtforschung ist es, diese Potenziale sichtbar zu machen, zu strukturieren und gemeinsam mit lokalen Akteuren in konkrete Projekte zu überführen. Diese Projekte übernehmen Verantwortung und bilden die Grundlage für langfristig wirksame Trägerstrukturen.
Reallabor
Im Sinne eines Reallabors werden theoretische Annahmen unter realen Bedingungen erprobt, überprüft und weiterentwickelt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Projekte zurück. Forschung und Umsetzung sind dabei nicht getrennt, sondern bilden einen zusammenhängenden, iterativen Prozess.
Vermittlung
Texte und visuelle Darstellungen machen komplexe Zusammenhänge verständlich und tragen zur gemeinsamen Weiterentwicklung bei. Sie sind nicht nur Mittel der Darstellung, sondern Bestandteil des Erkenntnisprozesses und unterstützen die Verständigung zwischen den Beteiligten.
Ergebnis
Aus dieser Verbindung entstehen belastbare Projekte, aktivierte Orte und langfristig wirksame Strukturen. Gleichzeitig entstehen übertragbare Modelle, die zur Weiterentwicklung von Innenstädten in unterschiedlichen Kontexten beitragen können.