Ortslabor / Fallstudie am Schlossplatz
Wie können historische Räume Kultur, Arbeit und Alltag verbinden?
Das Ortslabor macht aus einer Entwicklungsidee konkrete Fragen für den architektonischen Entwurf und die Prüfung vor Ort.
Das Forum Alte Canzley untersucht, wie historischer Bestand, Kultur und wirtschaftliche Nutzungen am Schlossplatz zusammenfinden können. Entwurf und Nutzungskonzept stammen von Marco Gernt Architekten. Ein tragfähiger Betrieb und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort sind Teil der weiteren Untersuchung.
Die amtliche Bevölkerungsprognose für Wittenberg bis 2040 und die MGA-Rechnung bis 2050 geben dieser Fallstudie einen größeren Rahmen: Welche Räume und Angebote könnten veränderte Bedürfnisse aufnehmen?
Mit Wittenbergs Entwicklung bis 2050 beginnen
Was macht diesen Ort unverwechselbar?
Die Untersuchung beginnt bei historischen Räumen, Materialien und Spuren. Ihr Verhältnis zum Schlossplatz gehört zur architektonischen Frage: Was soll lesbar bleiben, und wo könnte ein neuer Eingriff das Gebäude öffnen?
- Raumfolgen im Bestand und ihre Beziehung zum Platz lesen.
- Eingänge, Übergänge und die Nutzbarkeit der Räume vor Ort bestätigen.
Für welche Räume würden Menschen wiederkommen?
Arbeiten, Lernen, Herstellen und Begegnen sind mögliche Richtungen des Konzepts. Ihre räumliche Qualität hängt von Licht, Proportionen, Material und den Übergängen zwischen Gebäude und Platz ab. Die passende Lösung muss aus dem tatsächlichen Bestand und örtlichen Bedürfnissen entstehen.
- Vergleichen, wie sich die vorgeschlagenen Nutzungen im Alltag unterstützen.
- Für jede Möglichkeit verlässliche Zugänglichkeit und einen tragfähigen Betrieb prüfen.
- Begrenzte temporäre Nutzungen könnten die Nachfrage vor einer dauerhaften Umsetzung prüfen.
Was verändert ein neuer Eingang oder eine Verbindung tatsächlich?
Die räumliche Analyse kann modellierte Verbindungen in der umgebenden Altstadt vergleichen. Für die Alte Canzley entsteht daraus eine konkrete Entwurfsfrage: Wie könnten Zugänge die vorgeschlagenen Nutzungen mit dem Platz und Angeboten im Umfeld verbinden? Das Gebietsmodell allein belegt weder Gebäudezugänge noch tatsächliche Besucherzahlen.
- Modellannahmen mit Ortsbegehung, bestätigten Zugängen und Beobachtungen abgleichen.
- Nach einer Umsetzung die beobachtete Wirkung mit den ursprünglichen Annahmen vergleichen.