Ein Architektenhonorar lässt sich seriös erst bewerten, wenn Aufgabe, Leistungsumfang und Projektrisiko geklärt sind.
Die Frage „Was kostet ein Architekt?“ ist berechtigt. Sie lässt sich aber nicht allein über Quadratmeter, Baukosten oder einen Stundensatz beantworten. Nennt man zu früh eine Zahl, bleibt oft unklar, welche Leistung, welche Verantwortung und welches Projektrisiko damit tatsächlich gemeint sind. Deshalb betrachten Marco Gernt Architekten Honorare nicht isoliert, sondern als Teil einer belastbaren Projektstruktur.
Warum die Preisfrage zuerst eine Strukturfrage ist
Ein Architektenhonorar ist nicht nur ein Preis für Pläne. Es steht im Zusammenhang mit Leistungsumfang, Koordination, Haftungsrisiko, Entscheidungsbedarf und Nutzen für das Projekt. Ein scheinbar günstiges Honorar kann später teuer werden, wenn Grundlagen fehlen, Schnittstellen unklar sind oder Leistungen nicht eindeutig beschrieben wurden.
Gerade bei komplexen Bauvorhaben entsteht wirtschaftlicher Wert nicht allein durch einzelne Pläne, sondern durch das Ordnen von Anforderungen, Genehmigungswegen, Kosten, Terminen, Fachplanungen und Entscheidungen. Wer zunächst klären möchte, welche Leistung überhaupt erforderlich ist, findet dazu mehr unter Bauherrenberatung und Projektstruktur.
Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern ob Leistungsumfang, Verantwortung und Projektrisiko sauber zusammenpassen.
Wovon Architektenhonorare abhängen
Architektenhonorare hängen insbesondere vom Leistungsumfang, von der Projektkomplexität, von den anrechenbaren Kosten, von der Honorarzone, vom Termindruck, vom Haftungsrisiko und von zusätzlichen Beratungs- oder Steuerungsleistungen ab. Ebenso wichtig ist die Projektorganisation: Ein klar beschriebenes Projekt mit belastbaren Grundlagen, eindeutigen Schnittstellen und geordneten Entscheidungen lässt sich anders kalkulieren als ein Vorhaben mit unklarem Leistungsumfang, hohem Abstimmungsbedarf oder kritischer Terminlage.
Wenn Kosten, Termine oder Entscheidungen bereits unter Druck stehen, sollte das Honorar nie losgelöst vom Projektrisiko betrachtet werden. In solchen Fällen kann eine strukturierte Betrachtung der Kostenrisiken im Bauprojekt sinnvoll sein.
Welche Honorarmodelle möglich sind
In Betracht kommen insbesondere HOAI-orientierte Honorare, Pauschalhonorare oder Stundenhonorare. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure strukturiert Planungsleistungen über Leistungsbilder, Leistungsphasen, Honorarzonen und anrechenbare Kosten. Seit der HOAI 2021 sind Honorare frei vereinbar; die HOAI bleibt jedoch ein wichtiger Orientierungsrahmen.
Ein Pauschalhonorar kann sinnvoll sein, wenn Leistungsumfang, Projektziel, Schnittstellen, Termine und Verantwortlichkeiten hinreichend klar beschrieben sind. Ein Stundenhonorar eignet sich besonders für Beratung, Projektprüfung, Machbarkeitsstudien, Bestandsanalysen, Variantenuntersuchungen, Workshops, Sonderleistungen und projektsteuernde Aufgaben. Bei steuernden Leistungen kann ergänzend die Seite AHO Projektsteuerung hilfreich sein.
Orientierungswerte für Architektenhonorare
Bei vollständiger Gebäudeplanung können Architektenhonorare grob im Bereich von etwa 8 bis 15 Prozent der anrechenbaren Baukosten liegen. Der konkrete Wert hängt jedoch stark von Projektgröße, Honorarzone, Leistungsumfang und Risikoprofil ab. Bausummen und Investitionssummen sind nicht automatisch identisch mit den anrechenbaren Kosten nach HOAI.
Für Stundenhonorare können Kammerempfehlungen eine Orientierung geben. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen verweist auf folgende Netto-Stundensätze aus frei verfügbaren Empfehlungen: Inhaber/in oder Abteilungsleiter/in 153 EUR pro Stunde, Projektleiter/in 128 EUR pro Stunde, Projektingenieur/in 94 EUR pro Stunde sowie Techniker/in, Zeichner/in oder sonstige Mitarbeitende 66 EUR pro Stunde. Quelle: Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Empfehlungen für Stundensätze, 28. März 2024. Diese Werte sind Orientierungswerte und keine verbindliche Preisangabe für ein konkretes Projekt.
Warum der niedrigste Preis nicht entscheidend ist
Der niedrigste Stundensatz ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Lösung. Entscheidend ist, ob Planung, Koordination und Projektstruktur dazu beitragen, spätere Mehrkosten, Verzögerungen, Nachträge und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Gerade bei komplexen Bauvorhaben sollte ein Honorar deshalb immer im Verhältnis zu Verantwortung, Leistungsumfang, Risiko und Nutzen betrachtet werden.
Warum Marco Gernt Architekten?
Sie beauftragen kein anonymes Großbüro, sondern einen verantwortlichen Ansprechpartner mit Erfahrung in Architektur, Bauleitung, Terminplanung, Projektsteuerung und Projektmanagement. Zusätzliche Fachkompetenz wird projektbezogen eingebunden, wenn sie für die Aufgabe erforderlich ist. Die https://www.marco-gernt.com/de/arbeitsweiseArbeitsweise von Marco Gernt Architekten verbindet persönliche Verantwortung mit einer schlanken, projektspezifischen Bearbeitung.
So entsteht eine Leistung, die nicht größer ist als nötig, aber genug Struktur schafft, um Leistungsumfang, Risiken, Schnittstellen und nächste Entscheidungen belastbar zu klären.
Honorar einschätzen lassen
Ein sinnvolles Honorarmodell beginnt mit der Klärung der Aufgabe: Welche Leistungsphasen oder Beratungsleistungen werden benötigt? Welche Fachplanungen sind erforderlich? Welche Entscheidungen müssen vorbereitet werden? Welche Risiken bestehen? Welche Verantwortung soll übernommen werden?
Wenn Sie Leistungsumfang und passendes Honorarmodell für Ihr Projekt klären möchten, senden Sie uns eine kurze Projektbeschreibung mit Projektziel, aktuellem Stand, Budgetrahmen, Terminvorstellungen und gewünschter Leistung. Wir prüfen, welche architektonische, beratende oder projektsteuernde Leistung für den nächsten Schritt sinnvoll ist.
Empfohlener nächster Schritt: Aufgabe, Leistungsumfang und Projektrisiko klären, bevor ein verbindliches Honorarangebot erstellt wird.